Klassische Hüttenrunde bei wechselhaftem Wetter


Auf Grund der Hüttenbelegungen trotz Buchung im Januar 2021 startete die Wandergruppe der Sektion mit drei Teilnehmern erst am 27.07. vom Parkplatz der Gamshütte in Finkenberg auf die 1916 m hoch gelegene Hütte.

Nach dem Belegen der Lager kurz nach Mittag wollten wir noch auf den Hausberg der Hütte, die vordere Grinbergspitze (2.785 m) aufsteigen. Auf einer Höhe von 2.600 m überraschte uns aber ein plötzlicher Schauer, der uns zum Umkehren veranlasste. Ein fantastischer Regenbogen entschädigte uns für den verpassten Gipfel.

Den Weg zum Friesenberghaus, ausgeschildert mit 9 Stunden reiner Gehzeit, traten wir so früh wie möglich um 7.30 Uhr an. Die Wegverhältnisse waren auf Grund der Nässe des bisherigen Bergsommers und den Blockhalden der Granitberge teils schwierig, was vorsichtiges Gehen notwendig machte. Der Blick richtete sich auch immer wieder gen Himmel, da Gewitter und Regenschauer angekündigt waren. Auf der letzten Stunde erwischte uns dann auch Dauerregen mit Nebel, sodass wir froh waren, dass wir um 17.00 Uhr das Friesenberghaus erreichten und dort ein gemütliches Vierbettzimmer bezogen.

Den Weg zum Furtschaglhaus konnten wir bei strahlendem Sonnenschein gemütlicher angehen, sodass wir nach Einkehr am Schlegeisspeicher und Aufstieg an der sonnenbeschienenen Westflanke um ca. 16.00 Uhr dort angelangt waren. Für den folgenden Tag waren ab Mittag Gewitter angekündigt, sodass wir uns früh in die Federn begaben. 

Blasen an den Fersen und schmerzhafte Knie sowie ein miserabler Wetterbericht mit Starkregen für den folgenden Tag bestimmten den dritten Tag. Marika stieg zum Schlegeisspeicher zurück und Thomas und Herbert stiegen mit mir ganz früh um halb sieben zum Schönbichler Horn auf. Entgegen der Vorhersage entwickelte sich das Wetter zurnächst positiver als gedacht und so erreichten wir den 3.133 m hohen Gipfel um 9.30 Uhr. Der seilversicherte Abstieg über die steil aufragenden Granitblöcke war nicht einfach aber bei Trockenheit kein Problem. Dem Wetterbericht glaubend entschieden wir uns nicht auf der Berliner Hütte bzw. Marika nicht im Dominikushaus am Schlegeisspeicher zu übernachten sondern direkt ins Tal abzusteigen, wo wir uns um 16.00 Uhr wieder trafen und die Heimreise antraten.