Liebe Bergkameradinnen, liebe Bergkameraden,

wir Alpinisten sind Einzelgänger, Einzelkämpfer und Einzelsportler und doch brauchen wir und wollen wir die Gemeinschaft mit Anderen, ein Team mit denselben Zielen, vielleicht keine geschlossene Mannschaft, aber doch eine verschworene Gemeinschaft, besonders wenn die Bedingungen schwieriger, die Gegebenheiten unwegsamer und die Aufgaben größer werden. So ist es in den Bergen, so ist es in der Kletterhalle und so ist es bei gemeinsamen Zielen, wie dem Bau einer Kletterhalle.

Ich kann alleine in die Berge gehen, wenn ich alleine die Schwierigkeit einer Tour meistern kann, brauche aber einen Kameraden oder eine Seilschaft, wenn die Tour höhere Anforderungen stellt. Ich kann alleine zum Bouldern in die Kletterhalle gehen, brauche aber einen Kameraden, der mich sichert, wenn ich klettern will. Alleine kann ich keine Kletterhalle bauen, ich brauche ein Team, das zusammenarbeitet, sich gegenseitig hilft und fördert.

Das alles hat mit Vertrauen, mit der unbedingten Verlässlichkeit des oder der anderen zu tun, weil ich mein Leben in die Hände anderer lege, darauf vertrauen muss, dass sie mich nicht fallen lassen, wenn ich falle.

Das ist der umfassende Zweck unseres Vereins, nicht allein zu sein, sondern sich auf andere verlassen zu können. Wir versuchen dies in unserem Verein auch unserer Jugend beizubringen, nicht nur durch Belehrung und Mitteilen der Techniken, sondern vor allem auch durch Vorleben der Gemeinschaft und der gegenseitigen Abhängigkeit und damit verbunden des gegenseitigen Vertrauens.

Die Kletterhalle und der Kletterturm sind nur das nach außen wirkende Ergebnis des gegenseitigen Vertrauens. Wir müssen und werden auch in der Zukunft die geschaffenen Werte nur damit erhalten und mit Leben erfüllen können.

Wir sind in unserem Verein ein Team mit einer breiten von unten her, also auch von der jüngeren Generation getragenen Gemeinschaft, die gerade in der Halle und beim Kletterturm mit ihrem Engagement die Aufgaben, sei es bei der Ausbildung, der Fortbildung, bei Kletterkursen, bei der Sicherheit, bei der Attraktivität, also beim Umschrauben der Kletterrouten, an der Theke, also beim laufenden Betrieb, bei der Erhaltung und der Pflege der Kletteranlage und bei der nach außen wirkenden Berichterstattung in der Zeitung  und beim Internetauftritt in jeder Hinsicht erfüllt. Hierauf darf unser Verein stolz sein!

In der kommenden Mitgliederversammlung stehen die Wahlen zur Vorstandschaft an, in der sich Veränderungen ergeben werden, aber die Aufgaben und Ziele des Vereins bleiben wie immer dieselben.

Ich wünsche Euch und Euren Familien sowohl an künstlichen Kletteranlagen, wie auch in unseren Bergen ein unfallfreies, glückliches Bergjahr 2018 und vor allem Gesundheit und Zufriedenheit.

Mit bergkameradschaftlichen Grüßen,

1. Vorsitzender Werner Lieb

 

 

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